CD der Woche KW 16
 Take That - Wonderland

Take That war die Boyband der neunziger Jahre und landeten einen Hit nach dem anderen...

Die ursprüngliche 5er- Boy Group hatte ihren endgültigen Durchbruch 1993 mit den Singles "Pray" und "Babe" sowie dem dazugehörigen Album "Everything Changes".

Im März 1995 erschien das Album "Nobody Else", dass viele R'n'B-Elemente enthielt. Damit waren sie dann auch erstmals in den USA erfolgreich. Herausragend: der Hit "Back for Good", mit dem sie nicht nur in 31 Ländern Nummer eins waren, sondern auch in den USA die Top Ten stürmten.

Aber: einer tat sich raus: Robbie Williams. Das war im Juli ´95. Konnte es mit Take That überhaupt weitergehn? Nun, es ging. Aber erst fast 10 Jahre später: Gary Barlow, Mark Owen, Howard Donald und Jason Orange gaben im Herbst 2005 bekannt, Take That wieder zu vereinen. Allerdings ohne Robbie Williams. Zunächst gab es im Frühjahr 2006 eine Tour durch England, die innerhalb von 30 Minuten ausverkauft war. Bei jedem Konzert wurde während des Liedes "Could It Be Magic" auch ein Hologramm von Robbie Williams gezeigt.

Dass Take That mittlerweile auch als Trio funktionieren, das haben die Briten mit "III" vor zwei Jahren bewiesen. Jetzt kommt "Wonderland" – ihr 8. Album. Und sie fühlen sich offenbar wie die Könige. Zumindest macht uns das das Cover ihres neues Albums glauben: in rot-goldenen Roben, mit Krone und seltsamen Schmetterlingen am Revers präsentieren sich die drei Briten als orientalische Könige aus dem Morgenland. Gary Barlow, Mark Owen und Howard Donald versprechen eine märchenhafte Reise. Wer unvermittelt in den Titelsong "Wonderland" reinhört, wundert sich tatsächlich. Denn los geht es mit dem orientalischem Sound der indischen Saiteninstrumente Sarangi und Tanpura. Der Rest ist dann wieder der übliche tanzbare Pop, ein bisschen 80er-Synthie, ein bisschen 70er-Psycho.

Ein Wohlfühlalbum voller positiver Botschaften wie "Music Makes Me Feel Good" (etwa: Musik tut mir gut), allerdings ohne echte Ohrwürmer wie früher "Shine" oder "Back For Good". Die „Jungs“ sind zwar älter geworden, fühlen sich aber heute wohler in der eigenen Haut. Donald, mit 48 der älteste, ist gerade zum vierten Mal Vater geworden. Barlow tritt in Fernsehshows wie X-Factor auf. Sie trinken Tee oder Wasser. Ihr Sound ist dagegen kaum mitgealtert: Die Akkordfolgen bleiben schlicht, Rhythmen und Texte machen die Lieder leicht zu konsumieren, schnell kann man mitsummen.

Die elf Songs sind musikalisch so bunt, wie das Cover im Sgt.-Pepper-Look vermuten lässt: Sie reichen von der tanzbaren Funk-Nummer „Lucky Stars“ über Balladen wie „The Last Poet“ bis hin zum rockigen „Superstar“. „Unsere Alben haben ja immer ein Thema, das dann auch live funktionieren muss. Dieses Mal ist es eben 'Wonderland' - ein fantastischer Ort, den man nur sehen kann, wenn man die Augen schließt“, so Barlow.

„Das Album ist voll mit ganz unterschiedlichen Emotionen: positiv und negativ, hoffnungsvoll und verzweifelt, traurig und glücklich. Das Leben beinhaltet schließlich all diese Dinge.“

Zum 25. Bandgeburtstag, so hatten Barlow, Owen und Donald immer wieder durchblicken lassen, wäre ja eine weitere Wiedervereinigung schön. In der Castingshow "Let It Shine", die Sänger für ein Take-That-Musical suchte, standen sie kürzlich auch mal gemeinsam auf der Bühne. Dass Williams irgendwann einmal wieder dabei sein könnte, scheint möglich. Anders sieht es wohl bei Jason Orange aus, der die Band 2014 verließ. Die Übriggebliebenen verstehen noch immer nicht genau warum.




Offizielle Webseite




Titel:

01. Wonderland
02. Giants
03. New Day
04. Lucky Stars
05. And The Band Plays
06. Superstar
07. Hope
08. River
09. The Last Poet
10. Every Revolution
11. It´s All For You

 


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